Onboarding – der erste Eindruck zählt!

Fast ein Viertel aller neuen Mitarbeiter gehen nach dem ersten Jahr.
Was läuft da schief?

Wenn man bedenkt, dass ca. ein Viertel aller neu eingestellten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen das Unternehmen im ersten Jahr wieder verlassen, sollte man sich überlegen, nach dem erfolgreichen Recruiting, auch den nächsten Schritt konsequent und professionell anzugehen.

Onboarding ist der Prozess, der die Phase von der Einstellung eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin bis zur erfolgreichen Integration im Unternehmen beschreibt. Es zeigt sich, dass Unternehmen mit einem gelungenem Onboarding-Prozess im Vergleich mit Unternehmen ohne strukturiertem Onboarding eine 50 % höhere Mitarbeiterbindung und eine um 54 % höhere Produktivität pro neuem Mitarbeiter haben.
Wie beim Einstellungsgespräch zählt auch hier der erste Eindruck! Allerdings derjenige, den das Unternehmen gegenüber dem neuen Mitarbeiter macht! Schließlich hat man sich beim Recruiting bemüht die Besten anzusprechen. Diese gilt es nun zu überzeugen die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Für den Onboardingprozess sollte man 3 Monate ins Auge fassen. Das Onboarding besteht aus 5 Schritten bis zur erfolgreichen Integration:

1) Vorbereitungen vor dem 1. Arbeitstag

Idealerweise haben sie bereits eine Checkliste für neue Mitarbeiter erstellt anhand derer sie prüfen, ob alle Vorbereitungen für den neuen Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin erledigt sind (Arbeitsplatz, IT, Passwörter, Mobiltelefon, Schlüssel,…). Selbstverständlich sollte der Arbeitsvertrag bereits unterzeichnet sein. Wenn nicht, sollte dieser am ersten Tag bereit liegen! Es ist auch wichtig die zukünftige Führungskraft des neuen Mitarbeiters oder den Mentor genau über den neuen Mitarbeiter zu informieren und sich über die Potentiale und Entwicklungsfelder auszutauschen. Bei Mentoren, die dies zum ersten Mal machen, ist es sinnvoll, sie über ihre Rolle und Aufgabe eingehend aufzuklären. Wirtschaftscoaches können hier professionell unterstützen!

2) Der 1. Arbeitstag

Nehmen Sie sich als Führungskraft die Zeit, Ihren neuen Mitarbeiter oder Ihre neue Mitarbeiterin am ersten Tag persönlich willkommen zu heißen, ihm /ihr in einem Rundgang durch die Firma die wichtigsten Bereiche und Kollegen vorzustellen und in einem persönlichen Gespräch noch einmal gegenseitige Erwartungen abzugleichen und ihn/sie über die nächsten Schritte zu informieren. Auch hier hilft die Checkliste sich darauf vorzubereiten und nichts zu vergessen. Neue Mitarbeiter sind am ersten Arbeitstag unsicher und dementsprechend empfindlich in Ihrer Wahrnehmung. Je angenehmer und professioneller der erste Tag empfunden wird umso besser!

3) Begleitung durch gezieltes Mentoring-System

Neben klaren und vielleicht sogar niedergeschriebenen „Hausregeln“ gibt es eine Vielzahl an unternehmensbedingten Werten und Normen. Ein erfahrener Mentor unterstützt den /die neue/n Mitarbeiter oder Mitarbeiterin, sich mit der gelebten Kultur vertraut zu machen. Er informiert über wichtige Personen, Informationsquellen oder Kommunikationswege im Unternehmen und erklärt die Strategie und Ausrichtung des Unternehmens.

4) Der 1. Monat

Speziell im ersten Monat kommt es darauf an, den neuen Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin Schritt für Schritt in den neuen Arbeitsbereich einzuführen, regelmäßige Feedbackgespräche zu führen und ihm/ihr damit wesentliche Orientierung zu geben. Ein schriftliches Traineeprogramm ist hier sehr hilfreich! Wirtschaftscoaches können bei eventuellen Problemen eingebunden werden und so frühzeitig eventuelle Missverständnisse klären.

5) Die ersten 90 Tage

Einer der wichtigsten Motivationsfaktoren für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist es einen sinnvollen Beitrag zum Unternehmen zu erbringen. Die gelingt wenn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Zusammenhänge innerhalb des Unternehmens verstehen und Ihren Beitrag dazu auch einschätzen können. Daher gehört das Kennenlernen anderer Bereiche (Job Rotation), die Erklärung der Zusammenhänge im Unternehmen, das Einbinden in (bereichsübergreifende) Projekte und z. B. die Teilnahme bei Kundenterminen zur gelungenen Integration dazu!

Onboarding-Prozesse sind so unterschiedlich wie Arbeitgeber selbst. Während die einen auf „softe“ Starts für neue Mitarbeiter setzen, stehen bei anderen am Tag 1 bereits erste Projekte auf dem Plan.

Wirtschaftscoaches unterstützen Unternehmen dabei Ihr ganz persönliches Onboardingkonzept zu erstellen, damit sich Ihre neuen MitarbeiterInnen von Anfang an willkommen und aufgenommen fühlen und Ihnen somit für lange Zeit Ihr volles Potential zu Verfügung stellen.